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Bike commuting – oder wie kommt das Hemd zur Arbeitsstelle?

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Regenjacke, Handschuhe, Hemd, Schuhe, Wechselkleidung oder gleich das gesamte Büro-Outfit? Jeder, der seinen Arbeitsweg mit dem Fahrrad bewältigt, benötigt eine vernünftige Transportmöglichkeit. Eine beste Lösung gibt es hier nicht, vielmehr hängt die Wahl stark von den individuellen Anforderungen und Gegebenheiten ab.

Die gemütlichen 3 Kilometer auf einem gepflegten Radweg bei Sonnenschein stellen mit Sicherheit eine ganz andere Anforderung an deine Ausrüstung dar, als die 15 Kilometer auf einer ausgefahrener, mit Schlaglöchern gespickten Waldstrecke bei Dauerregen. In den letzten Jahren habe ich einige Teile ausprobiert, jedes davon eine qualitativ hochwertige Lösung, aber auch mit jeweils ganz eigenen Vor- und Nachteilen.

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bike commuting – Sattelrohrtasche – Rixenkaul

Sattelrohrtasche

  • Befestigung – diese Tasche  wird in einen speziellen Halter am Sattelrohr gerastet
  • Stauvolumen – fällt eher gering aus, maximal 2 Liter, je nach Ausführung mit diversen Täschchen für den Kleinkram
  • Regenschutz – minimal,  da meist nur regenabweisende Materialien verwendet werden, aber manchmal wird auch eine separate Schutzhülle mitgeliefert
  • Fahrverhalten – wenn es vollgepackt über Schlaglöcher geht, wippt die Tasche etwas, dies hat aber keinen großen Einfluss auf das Fahrverhalten
  • Tragekomfort – nicht gegeben
  • Mehrfachnutzen – nicht gegeben
  • Einsatzempfehlung – ein Paar Schuhe ist ok, beim Hemd wird es schon schwierig, längere Tragestrecken oder Einkaufsbummel lieber nicht
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bike commuting – Laufrucksack – Osprey

Laufrucksack

  • Befestigung – Schulterragesystem, mit Brustgurt
  • Stauvolumen – klein, ca. 6 Liter, gibt es auch in größeren Ausführungen, diverse Taschen und Haltegurte
  • Regenschutz – minimal,  da meist nur regenabweisende Materialien verwendet werden, manchmal separate Schutzhülle
  • Fahrverhalten – kaum Einfluss, ein spezieller Radrucksack liegt aber besser am Rücken
  • Tragekomfort – geht gut, natürlich nicht fürs Radfahren optimiert. Kann durchaus, sowie bei allen Rucksäcken, etwas wärmer am Rücken werden.
  • Mehrfachnutzen: gegeben für Laufen, Wandern, Radfahren, Langlauf
  • Einsatzempfehlung – die 6 Liter Variante schluckt bei komprimierter Beladung mein komplettes Büro-Outfit (Schuhe, Hemd, Hose, Unterwäsche). Der Rucksack lässt sich prima tragen, sieht aber ziemlich technisch aus

 

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bike commuting – Fahrradrucksack – Deuter

Klassischer Fahrradrucksack

  • Befestigung – Schulterragesystem, mit Brust- und Beckengurtgurt
  • Stauvolumen – mittel, um die 12 Liter, mit diversen Taschen und Schlaufen, Helmhalterung
  • Regenschutz – häufig nur regenabweisend, separate Regenschutzhülle
  • Fahrverhalten – kaum Einfluss, fürs Radfahren optimiert, liegt gut am Rücken
  • Tragekomfort – gut, Wärmestau am Rücken ist häufig
  • Mehrfachnutzen – gegeben für Wandern, Radfahren, Langlauf
  • Einsatzempfehlung – dieser Rucksack ist für mich von der Größe her völlig ausreichend, durch die diversen Taschen und Abteile im Inneren lässt er sich optimal packen

 

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bike commuting – Kuriertasche – SealLine

Roll-top Fahrradkuriertasche

  • Befestigung – Schulterragesystem, mit Brust- und Beckengurtgurt
  • Stauvolumen – groß, ca. 20-30 Liter, im Innenbereich meist keine Unterteilung, nur ein großer Sack
  • Regenschutz – 100% wasserdicht
  • Fahrverhalten – kaum Einfluss bei optimaler Beladung
  • Tagekomfort – gut, fürs Radfahren optimiert, Wärmestau am Rücken möglich
  • Mehrfachnutzen – gegeben, Wandern, Kanufahren, Radfahren, Einkaufen, Stand-up paddling
  • Einsatzempfehlung – die 20 Liter Variante genügt für den Transport eines kompletten Büro-Outfits inklusive Laptop

Fazit

derzeit bevorzuge ich für meinen Arbeitsweg (14 km, quer durch den Wald) die klassische Fahrradkuriertasche. 100% wasserdicht, 20 Liter Volumen und dabei angenehm zu tragen, dies sind für mich die wichtigsten Argumente. Dabei empfinde ich die fehlende Inneneinteilung sogar eher als Vorteil denn als Nachteil, einfach oben aufrollen, alles einfüllen, zurollen fertig.

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8 Kommentare

  • Von der Sorte haben wir sogar vier Stück und damit transportieren wir alles, was ein Radfahrer unterwegs so braucht. Die sind unverwüstlich. Unsere sind 8 Jahre alt und sehen immer noch top aus.
    Allerdings werden unsere am Gepäckträger bzw. Rahmen sicher angebracht mit Klickverschlüssen und Klammer am Rahmen.

  • Hi,

    ich habe um die 30 km mit dem Rad zur Arbeit, wenn ich denn mal damit fahre. So eine Radkuriertasche habe ich mittlerweile auch, finde ich gnz praktisch. Mir persönlich fehlt allerdings das gepolsterte Laptopfach etwas wenn ich ehrlich bin. Für den Restwäre mir das noch egal wenn es wild im Rucksack umher fliegt.

    Gruß
    Sascha

  • Gut jetzt konter ich mal.

    Alles was ich auf dem Rücken habe, empfinde ich als die Pest. Ich komme gut auf Temperatur und so ist dann das ablüften über den Rücken immer suboptimal. Ich habe inzwischen drei Satteltaschen von Ortlieb. Zwei Stück von ca. 7-8 Liter und der letzte Neukauf hat satte 16 Liter. Aller wasserdicht bis dorthinaus und von der Qualität 1A.

    Einen Ortlieb City-Toproller als Gepäckträgertasche hab ich auch noch. Den nutzte ich aber nur, wenn´s mal wirklich viel zum transportieren gibt. Gemütliche lange Radtour oder so.

    Ganz früher habe ich Hüfttaschen gerne genommen. Da hab ich auch noch ein Modell aus dem Hause Ortlieb, ein Hip-Bag, allerdings schon ein paar Jahre alt. Diese großen ( 7 Liter ) Hüfttaschen sind wieder wasserdicht und lassen umindest den Großteil des Rückens frei.

    Jetzt für´s Commuting nutze ich so eine Umhängetasche von nicht geringem Volumen. Ist aber auch vom genannten Hersteller.

    Einen Rücksack würd ich nur nutzen wollen, wenn´s mal ne´ echte MTB-Tour werden sollte.

    ( Irgendwo in meinen Artikel-Entwürfen habe ich auch schon was zu dem Thema vorbreitet. )

    • Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Die klassische Fahrradsatteltasche ist natürlich immer eine gute Wahl. Für meine Belange finde ich die Rucksackvariante aber universeller einsetzbar. LG Norbert

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