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Stirnlampe – Fenix HL60R – Test

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Sehen und gesehen werden

Nach Feierabend noch schnell eine Runde Laufen gehen, im Sommer kein Problem, aber jetzt im Herbst wenn die Tage wieder spürbar kürzer und kühler werden, da bedarf es neben angepasster Kleidung auch einer sinnvollen Beleuchtungslösung. Sehen und  noch viel wichtiger, gesehen werden, ist das A und O in der Dunkelheit.

Zusätzlich zu den reflektorischen Elementen an meiner Laufkleidung ist bei mir in dieser Jahreszeit immer eine Stirnlampe mit dabei. Zu häufig bin ich schon bei Sonnenschein los gelaufen, habe die Streckenlänge etwas unterschätzt und bin dann in der Dämmerung zurück nach Hause gestolpert.

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Fenix HL60R – im Einsatz

Die LED Stirnlampe Fenix HL60R war in den letzten Wochen mein zuverlässiger Begleiter auf diversen Waldläufen, unter anderem beim oberschwäbischen Vollmondlauf sowie auf einigen morgendlichen Fahrten zur Arbeitsstelle. Zeit für ein Resümee.

Kurzbeschreibung

Eine wasserdichte LED-Stirnlampe in einem robusten Aluminiumgehäuse, mittels Micro-USB ladbar und dann noch bis zu 950 Lumen Helligkeit, die Fenix HL60R lässt mein Outdoor-Herz höher schlagen.

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Fenix HL60R – der Lampenkörper

Die Lampe ist im Prinzip eine beidseitig verschlossenen Röhre mit aufgesetztem Quader. Die LED liegt schön eingebettet, etwas zurückgesetzt, hinter einer gehärteten Klarglasabdeckung.

Der Zugang zum Batteriefach erfolgt werkzeuglos über die seitliche Gewindebuchse, dabei etwas Sorgfalt mit dem innen liegenden Gummiring walten lassen, denn dieser sorgt für einen wasserdichten Verschluss. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Bedientaster sowie die durch eine unverlierbare Gummiabdeckung geschützte USB Mirco Ladebuchse.

Inbetriebnahme

Die Fenix HL 60R wird inklusive eines 2600 mAh Li Ion Akku geliefert. Die richtige Polarität ist außen am Gehäuse gut gekennzeichnet, ein elektronischer Verpolungsschutz verhindert Schäden bei eventueller Nichtbeachtung.

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Fenix HL60R – der Akku

Vor der erstmaligen Nutzung nur noch das Kartonblättchen im Batterieraum entfernen. Sollte der Akku komplett entleert sein, dauert der Ladevorgang ungefähr 4 Stunden, dieser wird durch die blinkenden roten LEDs angezeigt. Rotes Dauerlicht bedeutet vollständig aufgeladen. Alternativ ist der Betrieb mittels 2x CR123A Batterien möglich.

Bedienung

Das Ein-Knopf Bedienkonzept wurde konsequent umgesetzt. Die seitlich angebrachte Drucktaste steuert sämtliche Funktionen der Stirnlampe. Zum Einschalten ungefähr eine Sekunde gedrückt halten und die LED erstrahlt in der gleichen Leuchtstufe in der sie zuvor ausgeschaltet wurde.

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Fenix HL60R – die Leuchtstufen

Durch kurzes Antippen kann nun die gewünschte Lichtleistung gewählt werden. Die seitliche Bedienung mag zu Anfang vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sein, da Stirnlampen sonst meist von oben bedient werden.

Tragekomfort

170 Gramm vorne auf der Stirn, das ist schon eine Ansage. Die Bänder sind zwar mit 2,5 cm schön breit ausgeführt, es empfiehlt sich aber auf jeden Fall das zusätzliche Kopfband zu nutzen, dies erhöht den Komfort und die Stabilität merklich.

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Fenix HL60R – Kopfband demontiert

Alle Bänder lassen sich leicht auf die individuelle Kopfgeometrie anpassen, die Lampenneigung ist rastend einstellbar. Bis jetzt habe ich die Fenix immer sehr gerne ohne zusätzliche Kappe oder Stirnband, auf Laufstrecken bis zu 15 Kilometer, getragen und das obwohl die Plastikplatte direkt an der Stirn anliegt. Klar, dieses Gewicht ist spürbar, aber keinesfalls unangenehm.

Ladeanzeige

Sinkt die Batterieladung, bei laufendem Betrieb, unter 20%, so beginnen die zwei roten LED’s zu blinken.

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Fenix HL60R – die roten LED’s

Ist die Fenix ausgeschaltet, dann reicht ein kurzes antippen der Bedientaste zur Anzeige des Ladezustandes. Blinkt nur die weiße LED bedeutet dies noch eine Kapazität von mehr als 70%. Blinkt die weiße LED und die roten LED’s im Wechsel liegt die Batterieladung irgendwo zwischen 30% und 70%. Es blinken die roten LED’s alleine, dann wird es langsam Zeit für die Steckdose, die Kapazität liegt unter 30%.

Lichtleistung

Auch hier punktet die Fenix HL 60R. Eine elektronische Regelung sorgt für gleichbleibende Helligkeit. Die neutralweisse LED im Turbo-Modus mit 950 Lumen Helligkeit lässt manches Reh vor Schreck erstarren.

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Fenix HL60R – super Ausleuchtung

In der Laufgruppe oder auf innerstädtischen Wegen mögen 50 oder 150 Lumen genügen, aber etwas Reserve kann ja auch nie schaden.

Einsatz

Wie schon angedeutet nutze ich die Stirnlampe nicht nur zum Laufen sondern auch zum Radfahren. Auf Radwegen und innerstädtischen Straßen ist dies sicherlich etwas übertrieben, auf dunklen Forstwegen und Trails hingegen, da zählt jedes Lumen.

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Fenix HL60R – provisorische Helmhalterung

Dein Helm hat keine spezielle Stirnlampenhalterung? Kein Problem, das Stirnband ist in Sekunden von der Lampe entfernt. Zwei Kabelbinder oder ein Klettband, das ist alles, mehr benötigst du nicht für eine Helmmontage.

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Fenix HL60R – im Wasserbad

Regen? Keine Herausforderung für diese hochwertige Stirnlampe, diese strahlt auch unter Wasser.

Fazit

Die Fenix HL60R ist jetzt vielleicht nicht gerade eine Designer Stirnlampe, mancher könnte sie auch als etwas klobig und schwer einstufen. Wenn du aber ultimativen Lichtpower benötigst, etwas verlässliches suchst, das hart im Nehmen, wasserdicht  und dazu noch vielseitig einsetzbar ist, dann liegst du mit der Fenix HL60R goldrichtig.

Noch Fragen? Gerne, schreib mir einen Kommentar.

** Danke an Fenix dass ich diese Stirnlampe kostenfrei testen durfte. Dies hat jedoch in keinster Weise mein Ergebnis beeinflusst. **

 

update 14.11.2016 ##

Du suchst noch einen ausführlichen und informativen Testbericht über die Fenix HL60R,  dann bist du bei Ralph von trailgierig genau richtig.

 

 

10 Kommentare

  • Wow, was für ein Beamer, die Fuzel hat ja Licht ohne Ende. Ich kenne mich ja nicht wirklioch mit Stirnlampen aus, meine erste „richtige“ ist die Petzl Tikka RXP, zum Joggen und für den Tretroller, selten auch mal auf dem Rad. Verglichen mit den einafchen Stirnlampen aus dem Baumarkt, die man mal für Arbeiten an Schaltschränken und so benutzt, kam mir die Lichtliestung meiner Petzl mit max. 215 Lumen so recht ordentlich vor, ich kann damit gut Laufen gehen, auch bei Dunkelheit auf Feld- und Waldwegen. Deine 60er Fenix übertrifft diese aber um Längen, muss ja eine gewaltige Lichtleistung sein, damit fährst Du auch problemlos Fahrrad, auch mit dem MTB auf unbefestigten Wegen.
    Wahnsinn, toller Beitrag, die Lampe merke ich mir mal.

  • Die Petzl Tikka RXP kenne ich, die ist zum Joggen sehr gut geeignet und auch etwas leichter. Die Fenix HL60R ist neben der beeindruckenden Lichtleistung, die man aber auch nicht immer benötigt, bedeutend robuster und eine Stirnlampe, geeignet für sämtliche Outdoraktivitäten. Liebe Grüße Norbert

  • Klasse bericht, danke. Auch wenn ich mich im letzten Jahreswechsel schon anderweitig versorgt hatte. Nicht aber zu vergessen wäre, deratige Stirnlampen sind nicht StVZO zulässig und haben somit im öffentlichen Verkehrsraum ( eigentlich ) nicht in Betrieb zu sein. 😉

  • Hallo Norbert!
    Danke für den tollen Bericht, ich habe die HL60R auch zum Testen da. Größtenteils decken sich unsere Erfahrungen, ich fand die Lampe aber zum Laufen als weniger geeignet. Hier hat sie mir einfach zu stark am Kopf herumgewippt.
    Dass sie IPX8 hat ist angesichts des Gummistöpsels über dem USB verblüffend und ich habe mich – im Gegensatz zu dir- nicht getraut das zu testen. Aber gut zu wissen, dass man es tatsächlich könnte!
    Ich habe deinen Artikel hier in meinem Artikel verlinkt, ich hoffe das war ok?

    Bei mir liegt die Lampe immer bereit als „Mit dem Hund raus“-Lampe!

    Viele Grüße

    Ralph von Trailgierig.com

    • Hallo Ralph, vielen Dank für die Verlinkung und deinen ausführlichen Kommentar.
      Die HL60R ist sicher etwas kopflastig, mich hat dies aber gar nicht so sehr gestört. Vielleicht liegt das aber auch an meinem langsamen Lauftempo.
      Liebe Grüße Norbert

      • Danke auch für deine Verlinkung! Was die Kopflastigkeit angeht, so ist das nicht sehr störend, ich meine damit nur, dass es zum Laufen geeignetere Lampen gibt. Nutzen kann man sie dafür aber problemlos. Hier habe ich selten einteilige Lampen gehabt die trotzdem ausgewogen am Kopf lagen, dafür müssen sie schon recht leicht sein, oder zumindest eng anliegend gebaut sein. Selbst die leichte Wizard merkt man da schon.
        Aber dafür ist die HL60R eben auch universeller als eine zweiteilige Lampe, die bekommt man meist nur schlecht an den Helm und sie haben ein größeres Packmaß.

        Viele Grüße
        Ralph

    • Eine zusätzliche Lampe am Helm finde ich super auf dem Trail, im normalen Straßenverkehr sicher ein wenig übertreiben. Das Befestigen ist schnell erledigt, zwei Kabelbinder, falls du keine Helmhalterung parat hast und los gehts, macht definitiv Laune. Liebe Grüße Norbert

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