Currex Einlegesohle RunPro im Test – das finetuning für deinen Laufschuh

Wie ist Currex RunPro Einlegesohle in meinen Laufschuh gekommen?

Kann eine Einlegesohle wirklich den Unterschied zwischen einem anstrengenden und einem unangenehmen Lauf ausmachen? Hätte ich nicht gedacht, aber während meiner sechsmonatigen intensiven Vorbereitung für den New York Marathon kämpfte ich besonders auf langen Läufen häufig mit Schmerzen im Fußgelenk und stark verhärteten Waden.

An den Laufschuhen konnte es eigentlich nicht liegen, denn diese kommen vom Fachhändler und werden dort basierend auf einer Laufbandanalyse herausgesucht. Und ja, ich mache auch Stabilisationstraining und quäle mich fast regelmäßig mit Faszienbällen und Faszienrollen. Ab Kilometer 25 hatte ich häufig das Gefühl, dass mein linkes Fußgelenk nach innen einsinkt, wodurch meine Wade und anschließend meine Hüfte zunehmend verspannten.

Ich weiß nicht mehr, woher – aus der Werbung, oder war es ein Tipp vom Laufschuhberater? Keine Ahnung, aber ich habe mir die Currex Laufsohle RunPro bestellt. Und was soll ich sagen, es lief wieder. Nicht perfekt, aber es lief. Und es waren nur noch 6 Wochen bis zum New York Marathon 2024.

In diesem Currex Laufsohle RunPro Test stelle ich dir diese Einlegesohle vor, die speziell für Läufer entwickelt wurde und mich durch ihren Komfort und die gute Fußgewölbeunterstützung überzeugt hat.

Was ist die Currex Einlegesohle RunPro?

Standardlaufsohlen erfüllen hauptsächlich die Funktion, die Nähte im Inneren des Laufschuhs zu verdecken und die Fußsohlen vor Reibung und Blasenbildung zu schützen. Die Currex Laufsohle RunPro hingegen geht weit über diese Grundfunktionen hinaus.

Currex RunPro Einlegesohle versus Standardeinlegesohle – Oberseite

Als dynamische Einlegesohle mit speziellen Stütz- und Dämpfungselementen bietet sie eine deutlich verbesserte Unterstützung des Fußgewölbes.

Currex RunPro Einlegesohle versus Standardeinlegesohle- Unterseite

Dadurch wird die Laufökonomie optimiert und das Verletzungsrisiko erheblich reduziert. 

Was ist eine orthopädische Einlage und wie unterscheidet sie sich zur Currex Einlegesohle RunPro?

Definition und Unterschiede

Orthopädische Einlagen werden individuell angepasst und dienen der Korrektur von Fußfehlstellungen wie Plattfüßen, Hohlfüßen oder Überpronation. Sie sind medizinische Hilfsmittel und oft ärztlich verordnet. Da sie meist sehr starr sind, eignen sie sich nicht unbedingt zum Joggen, da das Fußgewölbe beim Laufen eine dynamische Funktion hat und flexibler Unterstützung bedarf.

Vergleich – Standard zur Currex RunPro Einlegesohle – Perspektive von der Fußinnenseite

Die Currex Laufsohle RunPro hingegen ist eine vorgefertigte, funktionelle Einlage, die auf sportliche Aktivitäten wie das Laufen optimiert ist. Sie bietet dynamische Unterstützung und verbessert die Fußstabilität.

Vergleich – Standard zur Currex RunPro Einlegesohle – Perspektive von der Fußaußenseite

Allerdings wird sie nicht individuell an deinen Fuß angepasst. Du kannst aus drei verschiedenen Profilen wählen, die die gängigsten Fußformen abdecken und so eine gute Basisunterstützung bieten.

Wie ist der Aufbau der Currex Einlegesohle RunPro

Schichten und Funktionen

  1. Deckschicht – Atmungsaktives Material: Die Deckschicht besteht aus einem atmungsaktiven Material, das Feuchtigkeit effektiv ableitet und so für ein trockenes, angenehmes Fußklima sorgt.
  2. Gelbe Schicht – Stabilisierende Schale: Diese Schicht umschließt den Fuß und sorgt für eine stabile Passform, besonders im Fersenbereich.
  3. Blaue Zone – Dämpfung im Fersenbereich: Diese stoßabsorbierende Polsterung reduziert die Aufprallkräfte beim Fersenaufsatz.
  4. Weiße Zone – Fußgewölbestütze: Diese Komponente stabilisiert das Fußgewölbe durch gezielten Gegendruck und verhindert so das Absinken des Fußgewölbes.
  5. Orangefarbene Zone – Abdruckpunkt: Dieses Element verstärkt die Unterstützung im Bereich des Fußballens und sorgt für eine optimale Energieübertragung.
Sohlenunterseite

Biomechanische Anforderungen beim Laufen

Sportwissenschaftliche Perspektive

Aus sportwissenschaftlicher Sicht ist die Fußmuskulatur entscheidend für die Laufdynamik und die Stabilität des gesamten Bewegungsapparats. Die Füße wirken als biomechanische Schnittstelle zwischen Körper und Untergrund.

Während des Laufens müssen die Muskeln im Fuß komplexe Aufgaben erfüllen:

  • Stabilisation: Das Fußgewölbe agiert als natürlicher Stoßdämpfer, indem es die Aufprallkräfte beim Laufen abfedert. Gut trainierte Muskeln verhindern das Einsinken des Fußgewölbes und beugen Fehlstellungen wie der Überpronation vor.
  • Dynamische Anpassung: Die Fußmuskeln reagieren auf verschiedene Untergründe und Laufstile durch aktive Anpassung. Ein starres Fußgewölbe führt zu eingeschränkter Beweglichkeit und erhöhter Belastung der Gelenke.
  • Vortrieb: Der Abdruck vom Boden erfolgt durch die Waden- und Fußmuskulatur. Ein optimaler Vortrieb ist nur möglich, wenn die Fußmuskeln effizient arbeiten und das Fußgewölbe in der richtigen Position bleibt.

Fehlstellungen wie Überpronation (zu starkes Einwärtsdrehen) oder Supination (zu starkes Auswärtsdrehen) belasten Sehnen und Bänder. Sportwissenschaftlich gesehen kann eine unterstützende Einlegesohle wie die Currex Laufsohle RunPro die Fußmuskulatur unterstützen, aber nicht ersetzen. Eine gut ausbalancierte Kombination aus Muskeltraining und passender Unterstützung minimiert das Verletzungsrisiko und maximiert die Laufleistung.

Wie wähle ich die richtige Currex Einlegesohle RunPro

Die Currex Einlegesohle RunPro ist in drei Varianten erhältlich:

  • High Profile: Für hohe Fußgewölbe mit starker Unterstützung.
  • Medium Profile: Für mittlere Fußgewölbe mit ausgewogener Stabilisierung.
  • Low Profile: Für flache Fußgewölbe mit gezielter Unterstützung.

Auf der offiziellen Currex-Homepage findest du eine umfassende Auswahlhilfe, die dir dabei hilft, die passende Einlegesohle für deine individuellen Bedürfnisse auszuwählen.

Wichtige Auswahlkriterien

  1. Schuhgröße: Wähle die passende Größe basierend auf deiner normalen Schuhgröße. Die Einlegesohle sollte sicher im Schuh sitzen, ohne zu verrutschen. Vielleicht musst du sie etwas zurechtschneiden. Das war bei mir jedoch nicht der Fall, da sie in allen drei getesteten Schuhen perfekt gepasst haben.
  2. Fußstellung: Berücksichtige deine Fußstellung, insbesondere ob du zur Überpronation (nach innen knickender Fuß) oder Supination (nach außen knickender Fuß) neigst. Dies bestimmt, welche Variante der Einlegesohle für dich geeignet ist.

Da ich ein relativ hohes Fußgewölbe habe, war die Variante „High Profile“ für mich die beste Wahl, da sie die nötige Unterstützung und Stabilität bietet, die ich beim Laufen benötige.

Ab in den Laufschuh

Die Einlegesohle passte in allen drei von mir getesteten Laufschuhen perfekt. Zwar steht man etwas höher im Schuh, besonders im Fersenbereich und auch die Mittelfußunterstützung ist spürbar, aber keineswegs störend. Ich habe ein gutes Gefühl, aber laufen muss ich ja auch noch.

ready to run

Beim Abrollverhalten konnte ich ebenfalls keine negativen Veränderungen feststellen. Der sanfte Gegendruck auf das Fußgewölbe war nach wenigen Kilometern nicht mehr spürbar. Aber für mich am Wichtigsten, selbst auf Läufen über 35 Kilometer blieb meine Beinachse stabil und kontrollierbar – nicht perfekt, aber es funktionierte.

nach 324 Laufkilometern – Ansicht von der Fußinnenseite

Die Currex Laufsohle RunPro war dann auch beim New York Marathon 2024 am Start und brachte mich sicher ins Ziel. Eine unglaubliche Erlebnis, wenn tausend Leute deinen Namen brüllen, besonders wenn ich daran denke, dass ich kurz davor war, meinen Start abzusagen. Aber das ist eine andere Geschichte, oder vielleicht ein Blogbeitrag über Sightseeing in New York mit Marathon.

nach 324 Laufkilometern – Ansicht von der Fußaußenseite

Wie denn auch sei, für mich ist die Currex Einlegesohle RunPro mittlerweile ein unverzichtbarer Bestandteil meiner Laufausrüstung.

Fazit

Die Currex Einlegesohle RunPro ist für mich mehr als nur eine Fußunterlage – sie bildet ein perfekt abgestimmtes System, das optimal mit meinen Laufschuhen und meinen Füßen zusammenarbeitet.

Dennoch gilt: Selbst die beste Einlegesohle kann einen falsch ausgewählten Laufschuh nicht ersetzen. Sie dient immer nur als gezielte Feinabstimmung, um Passform, Komfort und Stabilität des Schuhs weiter zu optimieren.

Hast du bereits Erfahrungen mit der Currex Einlegesohle RunPro gemacht? Teile sie mit mir in den Kommentaren!

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