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Barfußlaufschuhe – ein Erfahrungsbericht mit Tipps für Einsteiger

Der Hype um das minimalistische Laufen ist ja schon länger etwas verebbt. Noch vor einigen Jahren war „Natural Running“ in aller Munde und die etablierten Hersteller von diversen Laufschuhen befürchteten schon massive Einbrüche ihrer Umsätze. Auch mich hatten die theoretischen Hintergründe damals sofort überzeugt. Jahrtausende lang kam die Menschheit ganz ohne gedämpfte Spezialschuhe klar, weshalb sollte dies heute dann anders sein?

Versuch macht klug – aber so ganz Barfuß, ohne Schutz an den Füßen wollte ich dann doch nicht losziehen, ein schönes Paar Barfußlaufschuhe sollten es schon sein. Bestellt und geliefert ging schnell, wie es mir damit erging steht hier.

Auspacken, bewundern, anziehen und loslaufen. So weit so gut. Doch bereits nach kurzer Zeit war da ein Schmerz in der Wade, der vergeht wieder dachte ich noch, bin schließlich kein Anfänger und lief weiter. Nach zirka zwei Kilometern kam das komplette Aus, nichts ging mehr, beide Waden total verkrampft und es blieb nur noch ein langsames deprimiertes zurückhumpeln zum Auto.

Kein sehr erfolgreicher Start, ganz im Gegenteil, es dauert sogar einige Wochen bis ich wieder schmerzfrei laufen konnte. Warum das Ganze? Die Erkenntnis kam schnell. Damals lief ich noch in den üblichen gedämpften Laufschuhen mit einer Sprengung von über 12 mm und was noch erschwerend hinzu kam, ich war Fersenläufer.

Durch die flache Fußstellung und den natürlichen Zwang auf dem Mittel- bzw. Vorderfuß zu laufen,  wird beim Barfußlaufen zwangsläufig die gesamte Beinmuskulatur anders beansprucht.

Genug der alten Geschichten, hier nun meine Tipps für alle die einmal Barfußlaufschuhe ausprobieren möchten.

Mach langsam – Muskel, Sehnen und Bindegewebe müssen sich erst an die neue Belastung anpassen. Einige 100 Meter Laufstrecke genügen zu Anfang vollkommen. Bis du fünf Kilometer am Stück in Barfußlaufschuhen meistern kannst, da vergehen nicht nur Tage oder Wochen sondern Monate. Kommt jetzt natürlich darauf an wie und mit welcher Art Schuh du heute schon läufst.

Such dir einen weichen Untergrund – laufen auf Asphalt oder anderen harten Böden ist definitiv nicht besonders spaßig und belastet deinen Bewegungsapparat nur unnötig.

Achte auf deinen Laufstil – versuche einen möglichst flachen Fußaufsatz unterhalb des Körperschwerpunktes. Wähle eine eher kurze Schrittlänge und achte auf eine gerade Körperachse. Es kommt nicht auf die Laufgeschwindigkeit an.

Meine Empfehlung – sieh das Barfußlaufen zuerst als eine Ergänzung zum normalen Lauftraining. Höre immer auf deinen Körper, Schmerzen sind ein Warnsignal, leichter Muskelkater dagegen ist normal, bleibe entspannt und nimm dir Zeit, denn eingeschliffene Bewegungsmuster können nicht von heute auf morgen geändert werden.

Wann bist du das letzte Mal Barfuß gelaufen?

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