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Die Faszienrolle – alles nur ein Hype?

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Was bringt dir eine Faszienrolle?

Der Trend zur Faszienrolle ist ungebrochen

Kürzlich hatte ich sie doch tatsächlich bei einem Lebensmitteldiscounter auf dem wöchentlichen Schnäppchentisch entdeckt. An dieser 15cm dicken Schaumstoffrolle kommt inzwischen wohl niemand mehr vorbei.

Jeder Sportartikelhersteller hat sie im Programm. Kaum ein Fitnessstudio kommt ohne sie aus und zuhause, da rollt die ganze Familie mit mehr oder minder schmerzverzerrten Gesicht über die Rolle.

Was jeder tut muss wohl gut sein?

Die Beweglichkeit verbessern, Verspannungen lösen, Haltungsschäden entgegenwirken, schnellere Regeneration, mehr Elastizität, usw. Ein wahres Wunderding, dieses Stück Plastik.

Die Faszienrolle hat, richtig eingesetzt, durchaus ihre Vorteile. Sie ist jedoch immer nur ein kleiner Baustein im ganzheitlichen Faszientraining.

So funktioniert die Faszienrolle

Wie bei einer Massage wird mittels einer Faszienrolle Kraft auf die Bindegewebestrukturen eingeleitet. Man nennt dieses Prinzip auch Myofascial Release. Soweit nichts grundsätzlich Neues. Wird dieses Methode doch schon seit Jahren in der Physiotherapie erfolgreich angewandt.

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Faszienrolle klein und groß

Natürlich ersetzt eine Faszienrolle noch keinen Physiotherapeuten. Jedoch kann oder möchte sich nicht jeder regelmäßig eine Therapiesitzung leisten. Da hält sich die Anschaffung einer Faszienrolle schon in überschaubaren finanziellen Rahmen.

Doch bevor du nun wie wild drauflos rollst. Nicht jede auch noch so toll auf Youtube präsentierte Übung passt für deine Zwecke. Werde dir zuerst über deine konkreten Ziele klar, denn danach richtet sich schließlich die Trainingsmethode.

Wähle aus diesen 3 unterschiedliche Methoden

Methode #1 – Erwärmung

  • Prinzip – mit eher schnellen, kraftvollen Bewegungen die muskulären und faszialen Strukturen bearbeiten
  • Einsatz – vor dem Training zur Aktivierung, Mobilisierung und Verbesserung der Flexibilität
  • Hinweise – auch sinnvoll wenn danach ein spezifisches Dehnungstraining folgt

Methode #2 – Auspressen

  • Prinzip – mit sehr langsamer Geschwindigkeit die Gewebeflüssigkeit aus der Faszie in Richtung Lymphknoten schieben
  • Einsatz – als eigenständige Trainingseinheit oder nach dem Training
  • Hinweise – langsam bedeutet in diesem Zusammenhang ungefähr 1 cm in 5 Sekunden. Da wird das Ausrollen einer einzelnen Wade schnell zu einer intensiven zwei-minütigen statischen Halteübung

Methode #3 Schmerzpunkt

  • Prinzip – du rollst langsam, findest du jetzt einen schmerzhaften Punkt, dann bleibst du auf diesem Punkt für zirka 5-10 Sekunden und rollst erst danach weiter
  • Einsatz – vor oder nach dem Training, oder als eigenständige Einheit
  • Hinweise – bearbeite die schmerzhaften Stellen nicht zu lange, der Schmerz sollte immer gut erträglich sein, Wohlfühlschmerz

Zusammenfassung / Fazit

Vor dem Lauf die Beinmuskulatur ein wenig ausrollen oder zum Wohlfühlen die obere Rückenmuskulatur leicht bearbeiten, damit habe ich mit der Faszienrolle durchwegs positive Erfahrungen.

Das „Auspressen“ ist sicherlich eine mühsame, langwierige Angelegenheit und mit erheblichen Krafteinsatz verbunden. Doch gerade nach längeren Trainingseinheiten oder als regenerative Einheit sehr empfehlenswert.

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auch ein Tennisball ist nützlich

Eine gezielte Behandlung von Schmerzpunkten an Wade oder Oberschenkel ist mit einer Faszienrolle sehr gut machbar. Kann ich definitiv empfehlen.

Bei andere Körperteile wie z. B. Rücken ist für mich ein Faszienball die eindeutig bessere Wahl. Hier liegt eine Rolle meist zu flächig auf und kann dadurch nicht die notwendige punktuelle Kraft erzeugen.

Warnung

Rolle niemals über Gelenke oder knöcherne Strukturen und auf gar keinen Fall bei Venenproblemen.


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4 Kommentare

  • Schöne Anregung, Danke dafür.
    Ich habe mir vor einiger Zeit auch mal so eine Rolle geleistet, meine ist an der Oberfläche aber gerippt. Um ehrlich zu sein, viel habe ich sie noch nicht benutzt, aber Deiner Anregung folgend, sollte ich es mal wieder angehen, schaden kann es nicht. Meine Beine sind manchmal schon etwas strapaziert, am meisten fahre ich Rad, auch mal Laufen, oder eben auch Tretroller fahres, alles mit den Beinen.

    • Schön wenn ich dich etwas motivieren konnte. Gerade für die Beinmuskulatur ist solch eine Rolle gut geeignet. LG Norbert und danke fürs rebloggen.

      • Als Ausgleich zum Ausdauer Training auf dem Rad und beim Laufen muss ich einfach mehr machen, die Beine „pflegen“ , aber auch den ganzen Körper bewegen und an der Haltung arbeiten. Ich denke zu oft, in der Trainingszeit Kilometer machen zu müssen, etwas messbares, aber damit alleine ist es nicht getan.

        • Kann ich nur bestätigen. Ausdauer ist nicht alles. Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Entspannung spielen eine große Rolle für den Erhalt der Gesundheit.

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