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Die Wahl der Qual – Plantarfaszie rollen

Den ganzen Tag eingepackt, gepolstert und gestützt. Arme, arme Füße ihr habt es wirklich nicht einfach. Eure Beweglichkeit verkümmert zunehmend und eure Muskulatur war auch schon mal etwas ausgeprägter. Doch die Rettung naht. Für jeden Fuß gibt es heute, dank dem Erfindungsreichtum der Sportartikelhersteller, den optimalen Laufschuh.

Beinachsenstabilität ist das Ziel und diese beginnt nun mal mit der richtigen Fußstellung. Doch auch der passende Laufschuh wird nie die Ursache beheben, sondern immer nur die Symptome. Ist z.B. dein Fußgewölbe zu flach, dann wirst du vermutlich nach innen knicken. Ein Laufschuh mit Pronationsstütze wirkt diesem Prozess entgegen, er wird das Fußgewölbe aber nie aufrichten oder kräftigen können.

Deshalb solltest du neben dieser eher technischen Unterstützung unbedingtparallel an deiner Fußgesundheit arbeiten. Dehnen, kräftigen und rollen sind hier die Mittel der Wahl. Die Plantarfaszie, ein Teil der faszialen Rückenlinie, liegt unter der Fußsohle. Da wir meist in Schuhen unterwegs sind werden diese faszialen Strukturen nur sehr eingeschränkt trainiert. Sie verfilzen regelrecht. Durch rollen können diese Strukturen aufgebrochen werden, bilden sich neu und erlangen so wieder ihre Elastizität zurück. So jedenfalls die Theorie.

Am besten probierst du es gleich selber einmal aus, dann merkst du schon ob das etwas für deine Füße ist. Alles was du hierfür benötigst sind ein kleiner fester Ball und ein paar Minuten Zeit. Für den Anfang ist ein Tennisball sehr gut geeignet.

Kurzanleitung

Lege den Ball auf den Boden. Bring mit dem Fußballen Druck auf den Ball, lass dich einsinken. Dann rolle langsam über die Fußsohle in Richtung Ferse. Übe gerade soviel Druck aus, dass es sich noch wohl anfühlt. Kommst du an einen schmerzhaften Punkt, verbleibe für 5 Sekunden und rolle erst dann weiter.

Es sollte sich immer gut anfühlen, eine Art „Wohlschmerz“. Es macht jetzt keinen Sinn auf einer extrem schmerzenden Stelle herumzurollen, diese Strukturen werden sich dadurch nicht lösen. Bearbeite dann lieber die umliegenden Regionen.

Variiere mit der Bewegungsrichtung, das bedeutet nicht nur vor-zurück sondern auch links-rechts rollen, so dass am Ende die gesamte Plantarfaszie bearbeitet ist. Lass dir dafür ungefähr 2-3 Minuten Zeit. Bevor du jetzt gleich die Seite wechselst, vergleiche beide Fußsohlen. Wie fühlen diese sich nun an. Unterschiedlich? Eine wärmer als die Andere? Freier? Beweglicher?

Übertreibe es nur nicht mit dem „Ausrollen“. Zwei Einheiten pro Woche genügen völlig, denn auch faszialen Strukturen benötigen Zeit zur Regeneration. Ist dir der Tennisball zu weich, dann wechsle zum Golfball. Hast du den Eindruck das Ganze tut dir nicht gut, dann lass es und frag einen Physiotherapeuten um Rat.

Möchtest du dein Fußgewölbe jetzt noch kräftigen, dann empfehle ich dir meinen Beitrag Beinachsenstabilität – der kurze Fuß nach Janda

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